

Die persönliche Geschichte und der Werdegang von Sacha :
Schuld ist ganz klar Swen Grupe. Swen ist schon viele Jahre vorher Autocross gefahren und hat mich regelrecht bedrängt doch mal ein Rennen zu besuchen.
Also bin ich irgendwann mal nach Bremen zu einem Autocrossrennen gefahren und hab mir die ganze Choose angeguckt. Das war 1997. Auf dem Nachhauseweg ist mir die Sache nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Meine Frau hatte eigentlich keine andere Wahl als meinem Vorhaben zuzustimmen :-)
Also bin ich zu den Anderen und hab den Vorschlag gemacht "Laßt uns doch Autocross fahren". Gesagt, getan, Auto´s besorgt und los. Ich hab mit Lars zusammen einen Golf 1 aufgebaut. Als es dann losging, hatten wir das erste Problem, beim Wagen aufbocken stand der Wagenheber im Auto. Bei der weiteren Durchsicht haben wir das Projekt, diesen Golf zu nehmen, aufgegeben. Also haben wir schnell einen anderen Golf besorgt, 50PS, Karosse auf GTI umbauen sollte ja kein Problem sein. Aber wirklich Anhnung hatte ich von Auto´s nicht. Also langsam rantasten und learning by doing. Wir hatten alle zusammen eine Scheune in Postmoor, das ist an der B73 bei Horneburg. Das erste Rennen fand in Bremen statt, Dauerregen und Schlamm ohne Ende. Der Golf lief noch nicht mal, als wir ihn aufgeladen hatten. Ich hatte die Hoffnung auf Marco Henker gesetzt, dass er uns helfen kann. Auf dem Rennplatz fiel uns dann ein, dass wir beim Motor ausbauen das Steuergerät vergessen hatten und uns wohl ein Kabel abgerissen war. Fehler gesucht und gefunden, der Motor lief. Dummerweise nur auf drei Zylindern. Trotzdem haben wir das Rennen bestritten. Aufgrund des Wetters wurde der Lauf dann abgebrochen. Wir haben die Zeit genutzt und den Motor auseinander genommen und überholt. Und da ich das zum ersten Mal gemacht habe, auch hier natürlich die Devise learning by doing. Der Lauf wurde dann im Sommer wiederholt und hier konnte ich meinen ersten Pokal holen. Einen grandiosen dritten Platz. Es folgten dann noch einige Rennen in Uelzen, bis dann eine Veränderung anstand.
Ich habe dann mit Thomas Stark zusammen eine Halle in Apensen bezogen, dort habe ich dann den nächsten Golf aufgebaut. Aus der Halle mußten wir dann leider raus. Wir sind dann zusammen zu Sven Christmann gezogen. Ich bin auf einen Audi 80 Quattro Typ 89 umgesattelt. Erstmal für die Serienklasse mit einem 18l 8V. Der Wagen lief super, ich konnte einige Klassensiege und auch Superfinale gewinnen. Da Sven sich beruflich weiterentwickeln mußte und wollte, habe ich meinen Platz geräumt und bin in das heimische Doppelcarpot eingezogen.
Im Winter hat's mir auf den Hintern geschneit und die Nachbarn fanden es auch nicht so toll, wenn ich um 20.00 Uhr die Flex angeschmissen habe. Ich bin dann in meine jetzige Halle nach Issendorf gezogen, das liegt bei Harsefeld und hier kann ich schalten und walten, wie ich will. Nach 12Uhr die Zündung einstellen, alles kein Problem. Hier hab ich in den Audi dann einen 16V eingebaut und ein bißchen getuned. In den ganzen Jahren hat man sich doch so einiges an Wissen angeeignet und mittlerweile baue ich meine Motoren selber.
Wen man bei der ganzen Geschichte natürlich nicht vergessen darf ist meine Familie. Meine Frau steht immer hinter mir und nimmt es in Kauf, dass ich so einige Abende in der Halle verbringe und dass meistens unser Urlaubsgeld im Renner verschwindet. Und auch meine beiden Jungs stehen voll dahinter. Mein Großer hat schon in seiner Sitzschale auf der Motorhaube gestanden, mit Ohrenschützern auf den Ohren während ich geschweißt und geflext habe.
Ohne Familie geht es nicht.
Tja und nun haben wir 2008, Autocross ist Geschichte und neue Herausforderungen stehen an.
LG Sacha